Bündner Partnerschaft Hôpital Albert Sweitzer Haiti
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Herzlich willkommen!

Die Bündner Partnerschaft Hôpital Albert Schweitzer Haiti (BPHASH) engagiert sich seit dem Bestehen des Vereins (1997) in Haiti für das Albert Schweitzer Spital und die Region des Artibonite Tals. Dank der BPHASH sind viele nachhaltig angelegte Projekte realisiert worden, wie z.B. der Sozialdienst für besonders bedürftige Patienten, vor allem aus den kargen Bergen, die dringend nötige Unterstützung der Kinderklinik, des Labors, der Chirurgie, diverse Solarprojekte in den Gesundheitszentren, Anschaffung von Apparaten wie beispielsweise Ultraschall- und Laborgeräte. Seit 1997 beschäftigt die BPHASH auch Arbeitskräfte (LaborantInnen, Pflegefachleute, Chirurgen, Anästhesisten und Kinderärzte),die von uns angestellt werden und vor Ort die lokalen haitianischen Spitalmitarbeiter ergänzen und weiterbilden. Nach dem Erdbeben im Januar 2010 halfen wir beim Aufbau der Prothesenwerkstatt, welche weit über 1000 schwer verletzte Menschen mit Amputationen wieder zum Gehen, Tanzen und Lachen brachte. Ein vom Kanton Zug unterstütztes umfangreiches Chirurgie Projekt wird mittelfristig zu einer Verbesserung der Unfallchirurgie und Anästhesie führen. Mit unserem grössten Projekt, der Übernahme der Finanzierung der Kinderklinik anfangs Januar 2010, legten wir einen wichtigen Meilenstein und stellten so langfristig das Überleben dieser Abteilung und auch die notwendige Erweiterung im Jahre 2012 sicher. Seit 2012 unterstützen wir als einziges Projekt ausserhalb des Spitals die Schule Pelerin im gleichen Dorf und bezahlen das Schulgeld von ca. 160 Waisen und Halbweisen, die sonst keine Schulbildung bekämen.

Die von der BPHASH rekrutierten Langzeit-Angestellten bekommen als faire Anerkennung ein bescheidenes Salär, um ihre Lebenshaltungskosten vor Ort begleichen zu können. Die kurzzeitig in Haiti arbeitenden Volontäre, alle Vorstandsmitglieder und andere Helfer hier in der Schweiz sind ausschliesslich ehrenamtlich tätig. Durch diese sehr schlanke Organisation fliessen von einem gespendeten Franken ganze 99 Rappen direkt in die Projekte oder Arbeitskräfte vor Ort. Die Jahresabschlüsse, welche von einer offiziellen Revisionsstelle kontrolliert werden, werden jährlich an unserer Generalversammlung vorgelegt. Wir würden uns freuen, Sie bei der nächsten Jahresversammlung begrüssen zu dürfen. Die Einladung erfolgt jeweils mit dem Mitteilungsblatt im Frühling jedes Jahres.

12. Jan. 2012: Haiti und das Hôpital Albert Schweitzer 2 Jahre nach dem Erdbeben…

Die Veränderungen in der 3 Millionen Hauptstadt Port-au-Prince und auf dem Land sind sehr unterschiedlich. Während in der Hauptstadt immerhin tausende von Tonnen Schutt weggeräumt werden konnten und trotz schwierigen Eigentumsverhältnissen (kein eigentliches Grundbuch)  Ansätze von Wiederaufbau erkennbar sind, läuft der Wiederaufbau in der Peripherie völlig anders. Zerstörte Gebäude konnten hier rascher durch Fertigbauten ersetzt werden, so dass man sich jetzt mehr auf die Verbesserung der Infrastruktur konzentrieren kann. Während Jahrzehnten wurde die Peripherie als minderwertig angesehen; Entwicklung gab es vorwiegend im Zentrum, Entscheidungen werden dort getroffen;  Abwanderung von fähigen Leuten aus der Peripherie, Armut, Überbevölkerung, Mangel an Schulen und höheren Bildungsmöglichkeiten waren die Folgen und schufen einen Teufelskreis.

Unmittelbar nach dem Erdbeben war am Hôpital Albert Schweitzer Haiti (HAS) natürlich die Nothilfe im Vordergrund – die korrekte Behandlung von 1315 Verletzten, die zumeist auf Lastwagenbrücken aus der Hauptstadt gebracht wurden. Mit Hilfe von 80 ausländischen Chirurgen, Orthopäden und Anästhesisten und dem maximalen Einsatz des wunderbaren haitianischen Teams gelang das schier Unmögliche: Fast alle dieser zum Teil schwer verletzten Menschen überlebten; nur gerade bei 15 der hunderten von Patienten mit offenen Frakturen mussten Amputationen durchgeführt werden. Knapp 6 Wochen nach der Katastrophe konnten wir als erste in Haiti im ehemaligen Konferenzzentrum (Burnett-Lockhardt-Zentrum)  eine Prothesenwerkstatt für die tausenden von Amputierten in Haiti eröffnen., die mit 40 neu angefertigten und angepassten Prothesen pro Woche rasch zur effizientesten Werkstatt der ganzen westlichen Welt wurde – die grösste Werkstatt in den USA bringt es auf durchschnittlich 25 pro Woche. Bis Ende 2011 wurden mehr als 1100 Menschen mit Amputationen wieder zum Laufen, Tanzen und Lachen gebracht! Das war nach der Notfallhilfe sicher unser wichtigster Beitrag zum Wiederaufbau.

160‘000 Menschen kamen nach dem Beben in unser Artibonite Tal; die meisten sind geblieben. Wir führten im Auftrag der UNO Arbeitsprogramme (pay-for-work) für diese Menschen durch (Kanalreinigungen, Strassenreparaturen etc.), damit ihre Familien eine Existenz hatten. Viele fanden auch in unserem Aufforstungsprogramm  Arbeit und haben nun eine Zukunft. Die Gesundheit dieser Einwanderer und besonders die der Kinder ist verletzlicher als die der ansässigen Bewohner. Deshalb mussten wir unsere Kinderabteilung räumlich und personell um einen Drittel erweitern. Daraus ergeben sich erhebliche Mehr-kosten für die BÜNDNER PARTNERSCHAFT HAS HAITI (BPHASH), die ja den Betrieb der Kinderabteilung seit mehr als zwei Jahren und nun auch in der Zukunft finanziert. Besonders die Neugeborenen Abteilung muss wesentlich modernisiert und erweitert werden, die einzige Abteilung für kranke Neugeborene und Frühgeborene im Umkreis von mehr als 100 km. Die vollständige Finanzierung und Überwachung des Betriebs der Kinderklinik aus der Schweiz ist wohl der wichtigste und nachhaltigste Beitrag, den die BPHASH für Haiti leistet!

Die Cholera, die erstmals Mitte Oktober 2010 praktisch vor unserer Haustüre, in den Reisfeldern des Artibonite Tals, ausbrach und dann im Juni 2011 einen noch stärkeren lokalen Ausbruch mit bis zu 250 Cholerakranken pro Tag zeigte, beeinträchtigte unsere Aufbauprojekte vorübergehend. Total wurden am HAS  bis Ende Oktober 2011 7114 Cholerakranke behandelt. Die rasche, entschlossene und zielgerichtete Katastrophen-bewältigung meiner Nachfolgerin, Frau Dr. Silvia Ernst, als Medizinische Direktorin, ermöglichte es, dass das HAS seine Aufgabe als Referenzspital für Pädiatrie, Chirurgie, Innere Medizin, Risiko-Geburtshilfe und Gynäkologie  zu jedem Zeitpunkt erfüllen konnte. Das 55 Jahre alte Labor wurde ebenfalls mit Mitteln der BPHASH renoviert und wird nun mit einer Bakteriologie/Parasitologie zur verbesserten Infektionsdiagnostik ergänzt. Krise kann eben auch eine Chance für eine Weiterentwicklung sein.

Die BPHASH hat neu das Projekt von Dr. Elvira Ghioldi und Daniel Thüring zur Finanzierung der Schulung von 160 besonders bedürftigen Kindern der benachbarten Ecole Pélérin in Deschapelles und teilweise der Sanierung der Schule mit fast 700 Kindern übernommen. Es soll eine Ausnahme sein, dass wir uns ausserhalb des Gesundheitswesens engagieren. Denn wir wollen unsere Kräfte nicht verzetteln. Andererseits wollen wir mit der Unterstützung der Schule auch ein Zeichen setzen: Fortschritt und Wiederaufbau ist in Haiti nur möglich mit Investition in die Bildung der Menschen. Wir hoffen, dass das nicht nur die zahlreichen Hilfswerke in Haiti, sondern auch der neue Präsident und seine Regierung begriffen haben.

Rolf Maibach

Auszeichnung von Rolf und Raphaela Maibach mit dem erstmals vergebenen „Internationalen Albert Schweitzer Preis“ am 29. Mai 2011 in Königsfeld/DE

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Weitere grosse Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz des Ehepaars Rolf und Raphaela Maibach zu Gunsten von Haiti: Sie werden am 29. Mai 2011 in Königsfeld/DE zusammen mit Eugen Drewermann ausgezeichnet mit dem erstmals vergebenen „Internationalen Albert Schweitzer Preis“.

Erstmals vergibt die deutsche Gemeinde Königsfeld zusammen mit allen relevanten nationalen und internationalen Albert Schweitzer Vereinigungen den „Internationalen Albert Schweitzer Preis“. Dies um das Erbe des grossen Sohnes und einstigen Ehrenbürgers von Königsfeld/DE lebendig zu erhalten. Der ausgeschriebene Preis soll an das humanitäre Wirken des weltweit bewunderten Urwalddoktors in Lambarene, aber auch an das geistige Erbe des Friedensnobelpreisträgers, Philosophen, Theologen und Musikers Albert Schweitzer erinnern.

Der Preis wird erstmals verliehen an den renomierten deutschen Theologen, Psychoanalytiker, Schriftsteller und Kirchenkritiker Professor Dr. Eugen Drewermann sowie das Ehepaar Rolf und Raphaela Maibach. Rolf und Raphaela Maibach werden ausgezeichnet für ihr humanitäres Engagement für das „Hôpital Albert Schweitzer“ in Deschapelles/Haiti.

Rolf Maibach setzt sich zusammen mit seiner Frau Raphaela seit 15 Jahren für die Bevölkerung Haitis ein. In den vergangenen vier Jahren arbeiteten und lebten sie am Hôpital Albert Schweitzer in Zentralhaiti. Rolf Maibach arbeitete als Kinderarzt und medizinischer Direktor, seine Frau Raphaela Maibach als Laborleiterin. Bereits 1997 gründeten Rolf und Raphaela Maibach mit Freunden den Verein „Bündner Partnerschaft Hôpital Albert Schweitzer, Haiti“zur Unterstützung des Spitals.

Marianne Barthelmy-Kaufmann und Rolf Maibach sind „Schweizer des Jahres 2010“

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Riesige Freude bei der Bündner Partnerschaft Hôpital Albert Schweitzer, Haiti: Marianne Barthelmy-Kaufmann und Rolf Maibach wurden vom Schweizer Fernsehpublikum zum „Schweizer des Jahres 2010“ gewählt.

Marianne Barthelmy-Kaufmann und Rolf Maibach waren nominiert in der Kategorie „Gesellschaft“ aufgrund „ihrem couragierten und unermüdlichen Einsatz in Haiti vor allem nach dem verheerenden Erdbeben vom letzten Januar.“ Nachdem Maibach und Barthelmy-Kaufmann den Preis in dieser Kategorie entgegennehmen durften, gewannen die beiden auch die Abstimmung der Fernsehzuschauer zum „Schweizer des Jahres 2010“.

Rolf Maibach dankte mit einem „mesi anpil“ (Danke vielmals) auf kreolisch der Schweizer Bevölkerung für ihre grosse Solidarität mit den Einwohnern von Haiti: „Es ist auch ein Preis für Haiti. Ohne die Haitianer welche eine gewaltige Arbeit bewältigt haben nach diesem Erdbeben, wäre dies nicht möglich gewesen. Der Preis stellt eine riesige Motivation für uns dar, die Zukunft in Haiti anzugehen mit unseren Projekten.“

Marianne Kaufmann: „Der Preis bedeutet mir sehr viel. Ich bin sprachlos und danke dem Publikum, welches für uns angerufen hat und meinem Mann, der mich immer unterstützt hat.“

Rolf und Marianne unterstrichen, wie wichtig das Teamwork ist mit dem haitianischen Zitat „Men anpil chaj pa lou” (viele Hände zusammen machen die Last leichter).

Die Bündner Partnerschaft ist stolz auf diese Ehrung und dankt allen Freunden und Gönnern unseres Vereins für die grosse Unterstützung und Treue in den vergangenen Jahren.

 

Rolf Maibach und Marianne Barthelmy-Kaufmann nominiert in der Kategorie „Gesellschaft“ für den „Swiss Award 2010“

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Grosse Ehre für die Bündner Partnerschaft Hôpital Albert Schweitzer, Haiti: Rolf Maibach und Marianne Barthelmy-Kaufmann wurden gemeinsam nominiert für den „Swiss Award 2010“ in der Kategorie „Gesellschaft“:: „Marianne Kaufmann und Rolf Maibach werden nominiert für ihren couragierten und unermüdlichen Einsatz in Haiti vor allem nach dem verheerenden Erdbeben vom letzten Januar.“

 Rolf Maibach setzt sich zusammen mit seiner Frau Raphaela seit 15 Jahren für die Bevölkerung Haitis ein. In den vergangenen vier Jahren arbeitete und lebte er am Hôpital Albert Schweitzer in Zentralhaiti, wo er als Kinderarzt und medizinischer Direktor des Spitals und seine Frau als Laborleiterin tätig war. 1997 wurde die Bündner Partnerschaft Hôpital Albert Schweitzer zur Unterstützung des Spitals in Haiti gegründet.

Marianne Barthelmy war während mehr als zwei Jahren als Krankenschwester im Hôpital Albert Schweitzer tätig und am Tag des Erdbebens im Spital am Arbeiten. Mit grossem Einsatz und Engagement hat sie die Zeit nach dem Erdbeben gemeistert. Marianne Kaufmann: „Es war eine sehr intensive Zeit, die ich nie mehr vergessen werde. Ich freue mich über diese Nomination, welche für mich zeigt, dass das Schicksal des Inselstaates Haiti die Schweizer bewegt. Dank der raschen Hilfe insbesondere aus der Schweiz konnten wir viele Projekte realisieren, welche nicht nur den Erdbebenopfern zu Gute kommen“.

Für die Bündner Partnerschaft ist die Nomination von Rolf Maibach und Marianne Kaufmann eine grosse Ehre und es zeigt, dass die nachhaltige Arbeit des Vereins anerkannt wird. Rolf Maibach: „Ich fühle mich geehrt, stellvertretend für viele Leute in Haiti und in der Schweiz, welche unglaubliche Arbeit geleistet haben, diese Nomination entgegennehmen zu dürfen“.

Der „Swiss Award“ ist die grösste Fernsehshow der Schweiz und wird am Samstag, 8. Januar 2011 in einer grossen Live-Show auf SF1 um 20 Uhr übertragen.

 

Ueber den Swiss Award

Der «SwissAward», die grösste Fernsehshow der Schweiz, wird live in alle Landesteile übertragen. Fünfzehn herausragende Persönlichkeiten, die im Jahr 2010 durch spezielle Leistungen, grosse Erfolge oder ihr enormes Engagement aufgefallen sind, wurden in fünf Kategorien nominiert: Gesellschaft, Politik, Show, Wirtschaft und Kultur. Im Herbst 2010 haben das Schweizer Fernsehpublikum und die Redaktionen der Medienpartner Persönlichkeiten vorgeschlagen, welche für eine Auszeichnung in Betracht kommen. Eine hochkarätige Jury hat daraufhin in sorgfältiger Arbeit für jede Kategorie die Nominationen vorgenommen. Eine Academy, bestehend aus 100 Persönlichkeiten aus allen Landesteilen, darunter auch bisherige SwissAward-Gewinnerinnen und -Gewinner, wird für die Sendung aus den Nominierten den jeweiligen Sieger bestimmen. Am Samstag, 8. Januar 2011 wird zum mittlerweilen neunten Mal der Swiss Award in einer grossen Show übergeben. Als Höhepunkt des Abends wählt das Fernsehpublikum aus allen Nominierten die «Schweizerin des Jahres» oder den «Schweizer des Jahres» 2010.

18. Dezember 2010

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Dr. Silvia Ernst auf der Cholera Abteilung HAS

Anfangs September dieses Jahres hat Silvia Ernst nach intensiver Vorbereitung Rolf Maibach als Medizinische Direktorin am HAS abgelöst. Sie wurde vom Personal sehr herzlich aufgenommen und erkannte rasch die Komplexität dieser einzigartigen Institution.  Wer hätte aber gedacht, dass sie am 20. Oktober knapp 1 ½ Monate später mit einer ungeheuren Katastrophe, der Cholera, konfrontiert würde. Die Cholera war in den Reisfeldern des Artibonite Tal, sozusagen vor der Haustüre des HAS ausgebrochen. Aber Silvia hat zusammen mit ihren Ärzten, Pflegefachleuten und administrativen Kräften auch diese Herausforderung gemeistert: In der kürzest möglichen Zeit wurde die korrekte bakteriologische Diagnose (Vibrio cholerae O1) dieser anfangs noch unklaren Krankheit gestellt, wurden zwei vom übrigen Spital abgetrennte Cholera Abteilungen für Erwachsene und Kinder geschaffen, um das restliche Spital vor der Verseuchung zu schützen und weiterhin als Referenzspital im Artibonite führen zu können und es wurden Programme zur Prophylaxe und Früherfassung der Krankheit in der Peripherie ausgearbeitet. Während sich die Cholera leider auf ganz Haiti ausbreiten konnte, sind die Zahlen im Artibonite rückläufig, auch wenn nun besonders schwere erkrankte Menschen aus den Bergen auf Brettern und ausgehängten Türen ins Spital gebracht werden.

Lesen Sie den eindrücklichen Bericht von Dr. Silvia Ernst vor ihrem kurzen Weihnachtsurlaub in der Schweiz.

Rolf Maibach

 

"Morgen fliege ich für die Weihnachtsferien zurück in die Schweiz – nach 4 Monaten Haiti und mit vielen schönen und interessanten und auch einigen bedrückenden Eindrücken, aber mit einer doch sehr positiven Bilanz. Auch wenn es nicht immer ganz einfach war, insbesondere zu Beginn der Cholera-Epidemie, habe ich viele gute Erfahrungen gesammelt und konnte immer auf Unterstützung vom Team hier und auch von den Ratgebern in der Schweiz zählen. Besonders beeindruckt hat mich die sehr offene Art der Haitianer, die trotz all der Schicksalsschläge ihren Humor nicht verloren haben, und auch die Hoffnung nicht. Ich glaube, dass nicht viele von uns diese stetige Unsicherheit durch drohende Naturkatastrophen (Hurrikans, Erdbeben) und die politische Instabilität so gut verkraften würden wie die Haitianer und nach jedem erneuten Rückschlag wieder die Kraft aufbringen würden, einmal mehr wieder von vorne zu beginnen. Den meisten Leuten hier bleibt gar nicht viel anders übrig, denn sie haben keine Alternative. Die meisten, die die Möglichkeit haben, das Land zu verlassen, machen das auch, was zu einem grossen "Braindrain" führt, was wir gerade auch bei den Aerzten beobachten. Es ist einerseits verständlich, da jeder für seine Familie das Beste möchte und seinen Kindern eine bessere Zukunft als Haiti es bieten kann ermöglichen will. Doch für das Land ist es ein grosser Verlust, da somit alles eigene Knowhow verloren geht und es sich so erst recht nicht weiterentwickeln kann und somit der Teufelskreis erhalten bleibt. Eine Lösung ist schwierig und kann sicher nicht von heute auf morgen erwartet werden, aber es ist auch an der internationalen Gemeinschaft zusammen mit der Regierung nach Auswegen zu suchen, ohne dabei nur an eigene Interessen zu denken und sich in Konkurrenzkämpfen unter den verschiedenen Organisationen zu verstricken. Zu oft noch arbeiten die vielen NGO's für sich alleine und versuchen nicht, gemeinsam eine wirkungsvolle Strategie auszuarbeiten, so dass langfristig keine treibende Kraft entstehen kann. Es gehört also nicht nur ein Umdenken auf Regierungsebene dazu, sondern genau so wichtig bei all den Helfern im Lande..." mehr

6. Dezember 2010: Entscheidende personelle Hilfe am Spital durch zwei Fachleute aus dem Korps der Humanitären Hilfe der DEZA

Dr. Josiane Racine Stamm, Kinderärztin FMH aus Versoix/Genf und Daniel Thüring, Anästhesie Fachmann aus Walenstadt und Wil/SG wurden vor zwei Wochen durch das DEZA zur Verstärkung der einheimischen Fachkräfte ans HAS geschickt. Daniel Thüring hat uns eben den eindrücklichen Bericht geschickt, den wir hier direkt weitergeben: 

"Es ist sechs Uhr abends in Deschapelles. Ein sternenklarer Himmel wölbt sich über das Artibonite Tal, die Temperatur ist jetzt angenehm kühl. Doch die tropische Idylle trügt. Am Albert Schweitzer Spital (HAS) herrscht Hochbetrieb. Der nicht abreissende Zustrom Erkrankter und Verunfallter verläuft aber nicht wie üblich. Die Patienten müssen seit dem Ausbruch der Choleraepidemie bereits vor dem Betreten des Spitalgebäudes auf Symptome der Infektionskrankheit hin untersucht werden. In den meisten Fällen genügt ein Blick. Schwache, teilweise nicht mehr gehfähige Menschen, die über Durchfall und Erbrechen klagen, werden in die für Kinder und Erwachsene unterteilte Cholerastation aufgenommen. Am HAS wurde dafür in Windeseile ein sonst für einen anderen Zweck benutztes Gebäude um und die Abwassersammelstelle ausgebaut. Bis zu 60 und mehr Patienten liegen auf engstem Raum in dieser Cholerastation zusammen und werden rund um die Uhr überwacht. Die Erkrankten treffen teilweise so geschwächt ein, dass sie auf allen Vieren kriechen oder auf improvisierten Tragen über Stunden aus den Bergen ans HAS getragen werden müssen. Die Menschen leiden an schwerstem Flüssigkeitsmangel. Sie können durch die wässrigen Durchfälle und das schwallartige Erbrechen innert 10 Stunden bis zu 10 Liter und mehr verlieren. Oft bleiben nur wenige Minuten Zeit, um Venenzugänge zu schaffen und lebensrettenden Infusionen zu verabreichen. Unterernährte Kinder und alte Menschen sind besonders gefährdet. Oft ist es schwierig zu unterscheiden, ob die Hautfalten von der Unterernährung oder der Cholera herrühren.

Die haitianischen Pflegekräfte und Ärzte sowie kleine Teams aus Polen, den USA und der Schweiz kümmern sich unter sehr schwierigen hygienischen Bedingungen um die Betroffenen. Besonders in der Nacht ist das Risiko zu versterben hoch, weil viele Erkrankte tagsüber den oft stundenlangen Weg unter die Füsse nehmen und erst in der Dunkelheit eintreffen. Damit die Teams nicht von der Müdigkeit übermannt und so weniger aufmerksam werden, wird in strikten 8 Stunden Schichten gearbeitet. Der Einsatz lohnt sich, können doch immer wieder Patienten an der Schwelle des Todes gerettet werden. Ein Lächeln oder ein ausgesprochenes mesi ampil (vielen Dank) ist der Lohn!
Nicht alle haben Glück, zurzeit geht man von über 1800 an Cholera Verstorbener aus. Die Zahlen dürften aber deutlich höher liegen, die Erfassung Erkrankter und Verstorbener in den schwer zugänglichen Bergregionen gestalten sich schwierig.

Ich schreibe diese Zeilen in der Bibliothek des Spitals. Hier gibt es Internetzugang. Wenn ich vor 16 Jahren in die Schweiz telefonieren wollte, musste ich zwei Stunden lang nach St. Marc reisen und dort die Post aufsuchen. Die Technik macht  riesige Fortschritte, nicht alle profitieren aber davon. Gleich neben der Bibliothek befindet sich die Kinderabteilung des Spitals. Sie ist zur Zeit so überfüllt, dass die Gänge mit Betten verstopft sind und die Mütte teilweise auf dem Boden schlafen. Ein soeben an Unterernährung verstorbenes 6 jähriges Mädchen liegt auf seinem Bettchen. Die laute Wehklage der Mutter dringt durch Mark und Bein. Fast jeden Abend wiederholt sich das.

Am HAS wird wunderbare Arbeit für die immer wieder von Naturkatastrophen heimgesuchten Haitianer geleistet. Internationale Organisationen bezeichnen es als Referenzspital, gerade auch im Umgang mit der Cholera.

Denken Sie in der Advents- und Weihnachtszeit an dieses Spital im fernen Haiti! Die Bündner Partnerschaft Hôpital Albert Schweitzer Haiti garantiert für den optimalen Einsatz der Spenden!

Daniel Thüring"

 

27. November 2010: Schwierig kontrollierbare Epidemie, Präsidentenwahlen!

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Dr. Silvia Ernst auf der Cholera Abteilung

Die Statistik der Cholerakranken und Choleratodesfälle steigt in den letzten Tagen fast exponentiell, vor allem seit die Krankheit die Hauptstadt Port-au-Prince erreicht hat. Im Moment spricht man von über 70'000 Kranken und fast 1700 Todesfällen. Morgen werden diese Zahlen bereits wieder deutlich überholt sein. Wie erwähnt, ist die Choleraausbreitung deshalb so schlecht kontrollierbar, weil ca. 80 % der infizierten Menschen nicht krank werden, ihrer Arbeit nachgehen, dicht gedrängt in Bussen und auf Lastwagen reisen und so die Cholera-Bakterien direkt übertragen können. Die Übertragung von Mensch zu Mensch hat nun die Übertragung durch verunreinigtes Wasser weitgehend abgelöst. Mitten in diese schwierige Situation finden jetzt morgen Sonntag, 28. November die Parlaments- und Präsidentenwahlen statt. Auf den ersten Blick ein Wahnsinn. Aber diese Wahlen sind enorm wichtig, sicher noch wichtiger als meist zuvor. Die Regierung von René Préval hat grosse Verdienste um die Sicherheit des Landes in den letzten Jahren; aber seit dem Erdbeben ist die Regierung wie gelähmt und Fortschritte z.B. im Bildungswesen hat es in denletzten Jahren kaum gegeben. Es braucht dringend eine starke Regierung mit genügend Sensibilität für die Probleme des Landes: Wiederaufbau sicher, Bodenrechtsreform, vor allem aber auch Restrukturierung des Bildungswesens und des Gesundheitswesens, Stopp der Abwanderung, des so genannten „brain drains“.

Am Hôpital Albert Schweitzer (HAS) sind wir seit der Gründung politisch neutral und haben auch deshalb in den letzten 54 Jahren manche Krise und Revolution unbeschadet überstanden. Das heisst aber nicht, dass sich unsere haitianischen Mitarbeiter nicht für Politik interessieren. Wir hoffen, dass die Wahlen einen starken Mann oder vielleicht noch besser eine starke Frau als Präsidentin hervorbringen mit „dem Herzen einer Gazelle und der Haut eines Nilpferdes“ wie Walter und Jo Munz Albert Schweitzer in ihrem letzten Buch bezeichneten, aber auch mit der Pranke eines Tigers zur wirksamen Durchsetzung der notwendigen Massnahmen….

Am HAS hat man sich auf eine langdauernde Cholera Epidemie eingestellt. Die Anzahl der neuen Fälle stabilisierte sich auf hohem Niveau. Jeden Tag brauchen wir etwa 300 Beutel mit Ringer Lactat Lösung für die intravenöse Behandlung und zusätzliche orale Lösungen für die Patienten, die noch trinken können und nicht mehr erbrechen. Das sind riesige Mengen, die nur durch eine effiziente Logistik und gute Netzwerke beschafft werden können. Alle grossen Lager sind in der Hauptstadt, und Transporte werden wegen den Wahlen durch die Strassensperren behindert. Nach wie vor stellt diese Epidemie grösste Anforderungen an die Pflegefachleute, Ärzte, Techniker und Verwaltung. Dr. Silvia Ernst, die neue Med. Direktorin berichtet aber über gute Moral bei allerdings zunehmender Müdigkeit. So ist es ein grosses Glück, dass am letzten Montag 22. November zwei ausgewiesene Fachleute am HAS eintrafen, geschickt von der Humanitären Hilfe (HH) der DEZA: Daniel Thüring, Anästhesiefachmann von Walenstadt und Wil, der vor ca. 15 Jahren zwei Jahre am HAS arbeitete und seither eng mit dem Spital verbunden ist. Daniel war unmittelbar nach dem Erdbeben mit dem Korps der HH bereits in Haiti. Er hat eine riesige Erfahrung, in schwierigen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen und auch durchzuführen; Dr. Josiane Racine Stamm, Kinderärztin FMH von Versoix/Genf verfügt ebenfalls über eine grosse Drittwelterfahrung und widmet sich ganz unseren Cholerapatienten. Wir hoffen, dass die DEZA nach Ablauf der vier Wochen nochmals neue Fachleute ans HAS schicken kann.

Wie schon oft, ist das HAS eine Oase für rasche und fachgerechte medizinische Behandlung für Kinder und Erwachsene mitten in einer schwierigen Umgebung!

Rolf Maibach

11. November 2010: Vom Ausbruch der Cholera zur Epidemie

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Grafik anklicken (Quelle: latina-press.com)

Dr. Silvia Ernst und Ian Rawson, der Managing Director schreiben uns täglich in eindrücklicher Weise über die Situation am Hôpital Albert Schweitzer. Ich fasse hier die wichtigsten Ereignisse zusammen:

In der Mitte der vierten Woche nach dem Ausbruch der Cholera wurden wir am Hôpital Albert Schweitzer (HAS) durch einen erneuten Schub einer grossen Zahl von Cholera Patienten zurückgeworfen. Die beiden Cholera Kliniken für Kinder und Erwachsene mussten gestern mehr als 80 neue Patienten aufnehmen. Die Ausläufer des Wirbelsturms TOMAS hatten die mit Cholera kontaminierten Reisfelder im Tal überschwemmt und teilweise zerstört, was den Menschen nach Ende der Regenzeit noch zusätzliche Probleme bringen wird (Nahrunsmittelmangel). Während dem starken Regen und Sturm blieben viele Kranken trotz Symptomen zu Hause und kamen nun in entsprechend schlechtem Zustand. Die Behandlung dauert entsprechend länger und es treten vereinzelt auch wieder Todesfälle auf.

Die Equipe des Centers for Disease Control von Atlanta USA (CDC), die immer noch bei uns arbeitet und die Situation analysiert und überwacht, meinte auf Grund ihrer weltweiten Erfahrung mit Cholera, dass dieser Verlauf der Cholera (Rückgang der Kranken nach initialem Ausbruch und nun erneuter Anstieg) sehr typisch sei für eine schwere Cholera Epidemie. Wir wissen, dass die Cholera vor allem zu Beginn einer Epidemie zumeist durch kontaminiertes Wasser übertragen wird. Wir wissen aber auch, dass die Mehrheit der mit Cholera infizierten Menschen, ungefähr 75%-85%, keine Symptome entwickeln und nicht krank werden. Sie sind aber Träger der Bakterien und können andere Menschen anstecken. Bei andern können die Symptome mild sein und nicht zu einem Krankenhausaufenthalt führen. Alle diese Menschen gehen ihrer täglichen Arbeit nach, viele reisen auch zu ihrer Arbeit in den Städten, zu den grossen Märkten. Die alten in den USA ausrangierten Schulbusse sind jeden Tag mit Menschen und Marktgütern voll gestopft und sind eine grosse Gefahr für die Übertragung der Cholera überallhin in Haiti. Die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch oder über Nahrungsmittel ist ein Zeichen einer fortschreitenden Epidemie. Der Ausbruch der Cholera in der Hauptstadt Port-au-Prince und in der zweitgrösste Stadt Cap Haitian im Norden Haitis war deshalb nur eine Frage der Zeit. Die andere grosse Stadt Gonaives an der Westküste, nur eine Autostunde von uns entfernt, wurde ebenfalls erreicht und die dortige Infrastruktur ist wiederum wie schon bei den Wirbelstürmen vor zwei Jahren überfordert und teils zusammengebrochen, so dass wieder Leichen in den Strassen liegen bleiben…

Leider sind wir in Haiti bereits im Stadium der unkontrollierten und unbeherrschten Epidemie, man spricht von Grad 5, der höchsten in der internationalen Einteilung bezüglich Inzidenz (Vorkommen) der Krankheit und Vorbereitung der Bevölkerung darauf. Unsere Region im Artibonite rund um das Spital wurde unterdessen durch das CDC auf Grad 3 zurückgestuft (bessere Prophylaxe und bessere sowie raschere Therapiemöglichkeiten). Grad 3 bedeutet eine gewisse Balance zwischen Nachfrage und Angebot, respektive Verfügbarkeit von Behandlungsmöglichkeiten. Übereinstimmend wird das HAS von internationalen Spezialisten und besuchenden Medienleuten als gut organisiertes Therapiezentrum bezeichnet. Das amerikanische NEWSWEEK schreibt: „In den beiden Cholera Kliniken am HAS für Kinder und Erwachsene ist alles gut organisiert. Jeder Patient hat einen Helfer, normalerweise einen Verwandten am Bett, der die Grundpflege durchführen kann. Niemand schreit oder schimpft. Es herrscht eine eigenartige Ruhe, weil alle wissen, dass sie hier wirkungsvolle Hilfe bekommen.“ Über diese spezielle, fast andächtige Ruhe im HAS, besonders nach Katastrophen, hatte ich selbst schon unmittelbar nach dem Erdbeben geschrieben. Es war damals eines meiner eindrücklichsten Erlebnisse in Haiti überhaupt.

Rolf Maibach

 

 

5. November 2010: Dr. med. Silvia Ernst (FMH Innere Medizin und FMH Allgemeine Medizin), unsere neue Medizinische Direktorin, schreibt diesen eindrücklichen Bericht über die Cholera Epidemie:

Liebe Alle!

Präsentierte sich im September das Albert Schweitzer Spital für einen Haiti-Neuling wie mich schon als chronisch überfüllt und auch etwas chaotisch, so ist es jetzt seit dem Ausbruch der Cholera-Epidemie auch für die Haitianer etwas zuviel. Wir sind zwar nicht so stark betroffen wie die Spitäler etwas weiter nördlich, aber da wir auch noch als Referenzspital für die ganze Region dienen und die Spitäler und Gesundheitszentern wegen der Cholera andere Patienten nur noch bedingt aufnehmen und behandeln können, hat auch der Anteil der Nicht-Cholera-Patienten in unserem Spital deutlich zugenommen, die Zimmer sind überfüllt und die Patientenbetten reihen sich in den Gängen. Die Cholera-Patienten haben wir von den anderen so gut es eben geht abgetrennt, die Kinder in einem Nebengebäude, wo sonst mangelernährte Kinder nach der Akutphase wieder aufgepäppelt werden - diese bleiben nun einfach länger im "normalen" Spital, bis sie nach Hause gelassen werden können, die Erwachsenen im Innenhof des Spitals. Damit die Nicht-Cholera-Patienten, welche für ambulante Konsultationen ins Spital kommen, nicht durch diesen Innenhof vom Eingang zum Hauptgebäude gehen müssen, werden die Sprechstunden nun draussen vor dem Spital in einem Zelt abgehalten.

Letzte Woche haben wir schon auf Besserung gehofft, da die Anzahl der neuen Patienten etwas abnahm, doch seit dem Wochenende hat sich dieser Trend leider nciht bestätigt, im Gegenteil. Es kommen wieder mehr Patienten und vor allem in einem schlechteren Zustand. Vor allem die kleinen Kinder sind sehr anfällig für raschen und starken Flüssigkeitsverlust durch die massiven Durchfälle (wie Wasser) und Erbrechen. Bei den älteren Patienten kommt es relativ oft zu Komplikationen, weil durch den Flüssigkeitsverlust die Nieren in Mitleidenschaft gezogen werden und nicht mehr gut funktionieren, auch der Salzhaushalt kommt völlig durcheinander. Zum Glück haben wir genügend Infusionen und auch Pulver für die spezielle Trinkmischung, die den Mineralsalz- und Flüssigkeitsverlust wieder ausgleichen soll - was die wichtigste Massnahme bei Cholera ist.

Zu Beginn der Epidemie erkrankten fast nur Männer an Cholera, die in den Reisfeldern im Tal arbeiteten - was als Ansteckungsquelle das Wasser aus dem Fluss natürlich sehr wahrscheinlich macht. Später kamen aber dann auch Frauen und Kinder dazu, entweder angesteckt durch die Pflege der Männer oder durch kontaminierte Nahrungsmittel, insbesondere Gemüse. Unsere "Agents de santé", welche in den Dörfern arbeiten, haben gleich zu Beginn eine Grosskampagne gestartet, um die Bevölkerung über die Krankheit aufzuklären und auch Präventionsmassnahmen aufzuzeigen. Dabei gilt es insbesondere rigorose Hygienemassnahmen einzuhalten und nur sauberes Wasser zu trinken. Auch im Spital achten wir sehr darauf, dass die Angehörigen bei der Pflege der Kranken Handschuhe tragen und immer die Hände mit Seife waschen etc. Leider kam es aber doch zu ein paar Ansteckungen Betreuern von Kranken im Spital ( vor allem von Kindern auf Mütter). Vom Personal ist zum Glück noch niemand erkrankt und wir hoffen, dass es so bleibt.

Die ersten Tage waren sehr anstrengend für alle, da wir neben der Betreuung der Patienten auch das Spital umorganisieren und umfunktionieren mussten, was die Tage sehr lang und die Nächte sehr kurz machen liess - und niemand kam bis jetzt wirklich dazu, dies wieder auszugleichen. Immerhin haben wir inzwischen Unterstützung von anderen Hilfsorganisationen bekommen, die uns haitianische und auch amerikanische Krankenschwestern schickten, so dass die Arbeitslast nun etwas verteilt werden konnte. Leider bleiben sie nur noch für eine Woche, so dass wir danach wieder selbst zu recht kommen müssen. On verra... Ich bin aber sehr stolz auf unser Personal, das immer tatkräftig mitgeholfen hat und auch trotz Ueberstunden und Schlafmangel bei relativ guter Laune blieb.

Aktuell sind wir in Alarmbereitschaft wegen dem Zyklon Tomas, der diese Nacht oder morgen auf Haiti treffen soll. Sollte er tatsächlich mit voller Wucht hier vorbeiziehen, sind schlimme Ueberschwemmungen zu befürchten, was natürlich der Cholera massiven Vormarsch gestaten würde. Ganz abgesehen von der kritischen Lage in den Zeltstätten der Hauptstadt, die in ein unglaubliches Schlammfeld verwandelt würden - und macht sich dort erst mal die Cholera breit, dann wäre es wirklich eine absolute Katastrophe. Hier regnet es schon, im Moment aber noch ohne Wind - doch wir hoffen immer noch, dass Tomas sich etwas abschwächt und so das Schlimmste verhindert werden kann.

So weit die aktuelle Lage bei uns in Haiti. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Bericht wieder über etwas Positivers berichten kann - auch wenn leider ein Ende dieser Cholera-Epidemie noch nicht in Sicht ist...

Mit ganz lieben Grüssen

Silvia

 

 

31. Oktober 2010: Höhepunkt der Cholera möglicherweise erreicht!

Der Zustrom von neu erkrankten Cholerapatienten am Hôpital Albert Schweitzer (HAS) hält an, aber er ist deutlich langsamer geworden; weniger Patienten kommen pro Tag. Sie kommen auch in einem früheren Krankheitsstadium und können so rascher geheilt werden. Prozentual sind es jetzt häufiger Kinder. Diese Tendenz zeigt sich auch in den umliegenden Regierungsspitälern, die von „Zanmi Lasante“ (Partners in Health) mit Unterstützung von „Ärzte ohne Grenzen“ geführt werden und entgegen den voyeuristischen Bildberichten im Fernsehen die Situation jetzt auch besser in Griff bekommen.

Dr. Sivia Ernst, der neuen Medizinischen Direktorin HAS, ist es gelungen, die Cholerapatienten vollständig von den restlichen Spitalpatienten abzutrennen. Sie hat ein eigentliches zweites Spital mit einem Auffangzelt und zwei Abteilungen für Kinder und Erwachsene geschaffen mit vollständig getrennten Zugängen und sanitären Einrichtungen. Es ist wichtig, dass das HAS als Referenzspital der Region auch die andern Patienten weiterhin betreuen kann, sogar in einem erhöhten Masse, da die umliegenden Spitäler mit der Cholera weiterhin überfordert sind und die sanitären Verhältnisse dort häufig die Hospitalisation von Nicht-Cholerapatienten, insbesondere auch von chirurgischen Patienten verunmöglichen. Ausserdem wurde am HAS (im Mellon Haus) eine Forschungsstation der „Center for Disease Control“ (CDC) Atlanta aufgebaut, um die Quellen und Ausbreitung der Cholera besser zu kontrollieren und entsprechende Massnahmen einzuleiten. Dr. Willy Stako, der lokale Vertreter des Gesundheitsministeriums, mit dem wir seit langem eng zusammenarbeiten, hat eine neue Art der Information genutzt: Alle Inhaber eines Handys – und das sind sogar in einer der ärmsten Regionen Haitis sehr viele - bekamen in den letzten Tagen ein SMS mit der Meldung, ein gratis SMS an maladi (Krankheit) zu schicken, um dann die neuesten Informationen und Vorbeugemassnahmen zur Cholera per Handy zu bekommen. Dr. phil. Ian Rawson, Managing Director HAS und Ethnologe meint, dass diese originelle und zeitgemässe Information massgebend für den Rückgang der Cholerakranken war.

Nach wie vor werden die Pflegefachleute, Laboranten und Ärzte bis aufs Äusserste körperlich und seelisch beansprucht. Es geht dabei auch um die Aufrechterhaltung der vom Choleraspital abgetrennten Abteilungen, die durch den teilweisen Ausfall der umliegenden Spitäler wieder besonders gefordert sind – einmal mehr, wie schon nach dem Erdbeben und nach den Unwetterkatastrophen vor zwei Jahren. Ian Rawson berichtet, dass die Moral des Spitalpersonals sehr hoch sei und die Zusammenarbeit unter der ruhigen und besonnenen Leitung von Silvia Ernst wunderbar funktioniere. Unsere besten Wünsche gehen zu allen Menschen im Artibonite und in ganz Haiti.

Rolf und Raphaela Maibach

 

200 Cholera Patienten im Hôpital Albert Schweitzer (HAS)! Prothesenwerkstatt vorübergehend eingeschränkt

Quelle: hashaiti.blogspot.com

Während im Artibonite Tal bisher (25. Oktober) 3000 Patienten mit Cholera behandelt wurden und 200 davon starben, berichtet uns Frau Dr. Silvia Ernst, unsere neue Medizinische Direktorin, folgendes aus dem HAS:

„Wir haben nun alle erwachsenen Cholera Patienten im Hof einquartiert und die Kinder im Zentrum für Mangelernährung. Die Triage und Aufnahme der Kranken geschieht draussen vor dem Spital in einem Zelt. der Zugang zum Hof ist gesperrt. der Zugang zum Spital für die andern Patienten geschieht durch den Salle d’observation. Der Salle d’observation ist wieder offen für Notfälle und Überwachungen anderer Krankheiten und Unfälle. Bis anhin hatten wir ungefähr 200 Cholera Fälle, 8 Todesfälle, darunter ein Kind.“

In den beiden Cholerazentren des HAS für Erwachsene und Kinder arbeiten ausser dem Pflegepersonal und den Ärzten Freiwillige aus der Region und die Prothesentechniker und Physiotherapeuten unserer Rehabilitiationsstation und der Prothesenwerkstatt. Im Moment sind die Transporte aus der Hauptstadt aus seuchenpolizeilichen Gründen eingeschränkt, so dass keine amputierten Patienten mehr kommen können. Wir hoffen, dass die Situation bald wieder besser wird und wir auch dort unseren Betrieb wieder aufnehmen können. 1500 Volontäre, unterstützt durch den Rotary Club Verrettes, besuchen unterdessen die Dörfer in der Peripherie und instruieren die Menschen in Hygiene und Herstellung von sauberem Wasser. Gleichzeitig bringen sie allfällige Kranke ins Spital. Neben den beiden Cholerazentren muss der übrige Spitalbetrieb, insbesondere die Kinderklinik und die Chirurgie und Risiko Geburtshilfe normal weiterlaufen, da die umliegenden kleinen Regierungsspitäler im Moment mit ihren Cholerapatienten am Anschlag sind und alle andern Patienten zu uns als Referenzspital schicken müssen.

Das nachfolgende kurze Video aus dem HAS zeigt die Situation in der Aufnahme und in den Cholerazentren. Dr. Ian Rawson, Managing Direktor HAS erklärt kurz die Situation.

 

Schwere Cholera Epidemie im Artibonite Tal, über 100 Kranke im Hôpital Albert Schweitzer

Quelle: AP Images

Seit Mittwoch, 20. Oktober 2010 kam es am Hôpital Albert Schweitzer Haiti (HAS) zu einem Ansturm von schwer kranken Patienten mit massivem Erbrechen und Durchfällen, vorwiegend aus den Dörfern flussabwärts im Artibonite Tal. Unter der Leitung der seit anfangs September neuen Medizinischen Direktorin des HAS, Frau Dr. Silvia Ernst gelang es trotz bisher bereits 110 Patienten, davon 20 Kindern, die Situation rasch in geordnete Bahnen zu lenken. Das sonst für Katastrophen mit Verletzten vorbereitete Notfall Protokoll wurde schnell für die medizinische Notfallsituation umorganisiert und diente der raschen und effizienten Behandlung der über 100 kranken Menschen. Bereits in der ersten Nacht wurden Stuhlproben für das Nationale Labor entnommen und mit Hilfe von Spezialisten des „Center for Disease Control“ (CDC) Atlanta USA, mit denen wir auch sonst häufig in Kontakt sind, die korrekte Diagnose einer Cholera (Vibrio cholerae O1, Serotyp Ogawa) gestellt. Die Cholera ist eine sehr rasch und unbehandelt häufig durch Austrocknung und Befall von lebenswichtigen Organen tödlich verlaufende Krankheit. Sie ist eine relativ einfach durch Flüssigkeitszufuhr und Antibiotika zu behandeln, aber die Behandlung muss sehr rasch einsetzen, bevor es zu irreversiblen Schäden gekommen ist. Dafür sind Infrastruktur und personelle Voraussetzungen am HAS gegeben. Die bisher 8 Todesfälle betrafen vor allem Erwachsene (nur ein Kind), die zu Beginn der Epidemie in sehr schlechten Zustand ins Spital gebracht wurden. Die kleinen staatlichen Spitäler flussabwärts konnten die Situation bisher weniger gut unter Kontrolle bringen, wurden noch stärker mit Patienten überfüllt und berichten bisher bereits über 140 Todesfälle. Es ist dies die erste Cholera Epidemie in Haiti seit Menschengedenken. Wir hatten eine solche Epidemie nach den Unwettern und Überschwemmungen vor zwei Jahren in Gonaive erwartet, auch nach dem Erdbeben anfangs dieses Jahres in der Hauptstadt. Aber dieser Ausbruch traf die Bevölkerung völlig unvorbereitet.

Die Kranken am HAS werden von andern Patienten isoliert und genau überwacht. Die Ärzte und das Pflegepersonal wurden in einer Sofortaktion über die hygienischen und therapeutischen Massnahmen eingehend orientiert und leisten gemäss Dr. Ernst ausgezeichnete Arbeit. Im Moment in der wir diesen Bericht schreiben trifft sich Dr. Ernst mit den Gesundheitsbehörden und benachbarten Nicht-Regierungs-Organisationen, um weitere Massnahmen für das ganze Artibonite Tal zu treffen. Wir wünschen Silvia Ernst weiterhin viel Elan für ihre schwierige Aufgabe und gratulieren ihr schon jetzt für die umsichtige und effiziente Organisation des HAS bei dieser schrecklichen Cholera Epidemie!

Hier haben Sie die Möglichkeit in regelmässigen Abständen Neuigkeiten aus Deschapelles und dem Hôpital Albert Schweitzer. Dr. Ian Rawson informiert über die aktuellen Lage.

Neue medizinische Leitung am Hôpital Albert Schweitzer

Die Zürcherin Dr. Silvia Ernst, Spezialärztin für Innere Medizin FMH und Allgemeine Medizin FMH mit Zusatzausbildung in Internationaler Medizin und Tropenmedizin, Führungserfahrung als Oberärztin an zwei grossen Schweizer Spitälern sowie Drittwelterfahrung am Schweitzer Spital in Lambarene/Gabon hat anfangs September die Medizinische Leitung des HAS übernommen. Dr. Rolf Maibach ist auf diesen Zeitpunkt als Medizinischer Direktor zurückgetreten, wird aber weiterhin als Direktor im Stiftungsrat des Spitals bleiben und als Geschäftsführer der BÜNDNER PARTNERSCHAFT HÔPITAL ALBERT SCHWEITZER HAITI alle Projekte für das HAS betreuen. Die Stabsübergabe konnte bereits Ende letztes Jahr vorbereitet werden, und so waren wir seit anfangs Jahr in dauerndem Kontakt. Wir sind sehr glücklich, dass Silvia Ernst für diese anspruchsvolle Aufgabe gewonnen werden konnte und einen sehr guten Start am HAS hatte.

Beitrag über Rolf Maibach im Fernsehen

Rolf Maibach ist vom Schweizer Fernsehen porträtiert worden. Die Sendung «Fernweh Karibik» zeigt Maibachs humanitären Einsatz in Haiti. Der Beitrag berichtete unter anderem über die Arbeit von Rolf Maibach am Hopital Albert Schweitzer in Haiti und wie die Spendengelder der Bündner Partnerschaft Hopital Albert Schweitzer Haiti vor Ort eingesetzt werden.Im SF-Beitrag wurde gezeigt, wie die Menschen in Haiti nach dem Erdbeben im Januar wieder ihren Weg finden müssen. Sie können sich den gesamten Beitrag hier ansehen.

 

Langfristige und nachhaltige Hilfe für Haiti bleibt Zentral

Monate nach dem schweren Erdbeben dürfen wir zurückblicken und eine kurze Bilanz ziehen: Das schwere Erdbeben hat über über 300‘000 Tote gefordert und hinterlässt das Land mit wohl dem doppelten an Verletzten und einer grossen Zahl von behinderten Personen.

Dank der grossen Solidarität und der raschen Hilfe durch die vielen Spenden, konnte die BPHASH sofort und rasch vor Ort helfen. So z.B. durch ärztliche Behandlung von Verletzten und Kranken, der Versorgung mit Medikamenten sowie der Bereitstellung von Nahrung und Unterkunft. Daneben setzen wir aber auch einen Teil der Spendengelder für die mittel- und langfristige Projekte ein, welche enorm wichtig sind, denn die Bevölkerung benötigt vor allem kontinuierliche, nachhaltige Unterstützung nach diesem Erdbeben, welche der Staat nicht zur Verfügung stellen kann. Direkt neben dem HAS wurde denn auch ein Rehabilitationszentrum mit Prothesenwerkstatt aufgebaut und die amputierten Menschen wurden wieder zum Laufen, Lachen und Tanzen gebracht – Seit dem Erdbeben hat unser Spital eine grosse Steigerung der Patienten erfahren, welche sich durch die vielen verletzten Personen aber auch durch die Flüchtlingsströme aus der Hauptstadt Port-au-Prince ergeben haben.

Hier engagieren wir uns – und das schon seit Jahrzehnten – mit einem Sozialfonds für bedürftige Menschen. Daneben gilt für uns der Finanzierung der Kinderabteilung höchster Priorität. Die BPHASH hat zusammen mit dem DEZA die Finanzierung nun für mehrere Jahre sichergestellt. Ebenfalls werden wir zusammen mit anderen Organisationen ein Rehabilitationszentrum und die Prothesenfabrikation unterstützen.

Unser Ziel bleibt es, kontinuierlich und nachhaltige Hilfe zu bieten. Viele Organisationen sind leider bereits wieder aus Haiti abgereist und auch das Medieninteresse ist deutlich zurückgegangen. Wir fühlen uns verpflichtet, weiterhin für die Bevölkerung von Haiti einzustehen, so wie wir das bereits vor dem Erdbeben dank Ihrer Hilfe gemacht haben. Ihre Unterstützung ist weiterhin wichtig für die Fortführung unserer Projekte. Mesi Anpil.

 

Postkonto: 90-180966-3
IBAN CH09 0900 0000 9018 0966 3

Bankkonto: GKB 7002 Chur,
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IBAN CH17 0077 4110 3936 0660 0

BIC: GRKBCH2270A (für internationale Bankzahlungen)


Die Bündner Partnerschaft Hôpital Albert Schweitzer ist ein gemeinnütziger Verein, der nur Freiwillige beschäftigt und ihre Spenden somit zu 100% direkt nach Haiti und in das Spital fliessen!

Vielen herzlichen Dank!

Rolf Maibach als „KHM Kopf des Jahres“ geehrt

Rolf Maibach wurde letzten Freitag (25.06.2010) eine besondere Ehre zu Teil: Im KKL Luzern durfte er für die Bündner Partnerschaft Hôpital Albert Schweitzer die Ehrung als „Kopf des Jahres“ entgegennehmen. Dieser Preis des Kollegiums für Hausarztmedizin (KHM)  wurde zum zweiten Mal vergeben und ehrt das Schaffen und die Leistungen eines Hausarztes in der Medizin.

Rolf Maibach zeigte sich sehr berührt von dieser Auszeichnung: „Es ist für mich eine grosse Ehre, diesen Preis im Namen der Bündner Partnerschaft entgegennehmen zu dürfen. Ich möchte diesen Preis meiner Frau Raphaela widmen, welche sich Tag und Nacht für unseren Verein und somit das Spital in Haiti einsetzt – und nicht nur während den letzten sechs Monaten.  Ein besonderer Dank gilt auch dem ganzen Vorstand der Bündner Partnerschaft, welcher gerade in den letzten Monaten eine grandiose Arbeit geleistet hat und natürlich auch den vielen Spendern und Gönnern unseres Vereines. Die Solidarität  welche wir erfahren durften hat uns tief beeindruckt“.

Die Bündner Partnerschaft ist stolz über diese Auszeichnung und bedankt sich bei den vielen Spendern und Gönnern des Vereins. Diese Auszeichnung gehört auch diesen vielen Personen. Mesi Anpil!

Info, Fotos

 

Haiti und das Hôpital Albert Schweitzer 2 Monate nach dem Erdbeben - ein Bericht aus Deschapelles

DURCH DAS SCHWERE ERDBEBEN IN HAITI WIRD DRINGEND IHRE UNTERSTÜTZUNG FÜR DAS HÔPITAL ALBERT SCHWEITZER GEBRAUCHT!

Das Hôpital Albert Schweitzer - nordwestlich von Port-au-Prince gelegen - konnte dem schweren Erdbeben trotzen und funktioniert nun mit vollstem Mitarbeiter-Einsatz. Weil es eines der wenigen Spitäler in Haiti ist, das zur Zeit noch funktioniert, kommen Verletzte aus allen Himmelsrichtungen und suchen Hilfe.

Die Mittel und der Platz sind begrenzt aber alle Mitarbeiter des Hôpital Albert Schweitzer leisten vollen Einsatz. Damit dies in der schweren Zeit auch weiterhin möglich ist, ist Ihre Spende sehr willkommen.

 

Wir würden uns freuen Sie bei einem der Konzerte begrüssen zu dürfen (klicken Sie hier für mehr Information).

Finden Sie hier das aktuellste Mitteilungsblatt Sommer 2014.

 

Wie ist die Situation in Haiti 4 Jahre nach dem schweren Erdbeben? Eine Einschätzung von Rolf Maibach lesen sie hier.  

 

„EIN HERZ FÜR HAITI“ Fernsehsendung auf SRF 1 
Rückblick auf die Zeit im HAS und in Haiti nach dem Erdbeben 2010
Diskussion von Raphaela & Rolf Maibach sowie Marianne Barthelmy mit Röbi Koller
Filmbericht von Patrick Schellenberg über das HAS und Haiti heute (November 2012)